Leitfaden des ZVEI gibt Überblick
Wie der ZVEI mitteilte, lag der Anteil der im europäischen Markt verkauften Energiesparmotoren der Effizienzklasse IE2 im Jahr 2009 bei 17 %. Damit hat sich ihr Anteil am Gesamtmarkt in den zurückliegenden vier Jahren verdoppelt. Gleichzeitig ist der Anteil der niedrigeren Effizienzklasse IE1 von 87 auf 82 % gefallen. Der Anteil der Motoren unterhalb EFF1 liegt nur noch bei 1 %.
Entsprechend der neuen Motorenverordnung wird erwartet, dass sich der Anteil der Standard-Drehstrommotoren der Effizienzklasse IE2 im Leistungsbereich 7,5 bis 375 kW in Europa bis zum 16. Juni 2011 auf 100 % erhöht. Motoren unterhalb dieser Klasse dürfen dann nicht mehr in Verkehr gebracht werden. „Möglicherweise wird es dann auch schon einen nennenswerten Anteil von IE3-Motoren geben“, vermutet Günter Baumüller, Vorsitzender des Fachbereichs Elektrische Antriebe im ZVEI.
Die höhereffizienten IE3-Motoren werden ab 1. Januar 2015 zur Pflicht. Ab diesem Datum in Verkehr gebrachte IE2-Motoren dürfen dann nur noch mit elektronischer Drehzahlregelung betrieben werden. Zur Umsetzung der komplexen europäischen Motorenrichtlinie hat der ZVEI einen Leitfaden erstellt, der einen Bogen spannt von den neuen internationalen Kennzeichnungen von Energiesparmotoren über die Ermittlung der Wirkungsgrade, die gesetzlichen Anforderungen in Europa bis zu den praktischen Auswirkungen auf den Vertrieb und die Anwendung. Daneben enthält er eine Übersicht der weltweiten Vorschriften für Energiesparmotoren sowie typisierte Materialtabellen für Energiesparmotoren.
Der Leitfaden kann gegen Gebühr unter antriebe zvei.org bezogen werden.
www.zvei.orgBild: Danfoss